Wer über keine entsprechende Versicherung verfügt, kann einen Schaden von der Steuer als außergewöhnliche Belastung absetzen. Vorliegend wurden durch einen Blitzschlag Haushaltsgeräte im Wert von 15.000 Euro zerstört. Da der Geschädigte keine Hausratsversicherung hatte, konnte er die Wiederbeschaffungskosten absetzten. Finanzgerichtshof Düsseldorf (AZ: 8 K 4686/00 E)

Eine Patientin setzte den Aufwand für ihre medizinische Fußpflege von als außergewönliche Belastung von der Steuer ab, da die Krankenkasse die Behandlungkosten nicht übernahm. Das Finanzamt wies dies mit der Begründung ab, sie könne ja ihre Kasse verklagen. Zu Unrecht ! Finanzgericht München (AZ: 2 K 2893/98)

Auch eine künstliche Befruchtung ist als außergewönliche Belastung von der Steuer absetzbar, wenn die Frau unfruchtbar ist. Bundesfinanzhof (AZ: III R 84/96)

Erkennt das Finanzamt bei einem Schüler 7.7000 DM an Werbungskosten an, so muß sich die Familienkasse bei der Berechnung des Kindergeldes an den Steuerbescheid halten, wenn keine besonderen Günde vorliegen. Es darf dann nicht von der 2.000 DM-Pauschale ausgehen. Finanzgericht Rheinland-Pfalz (AZ: 5 K 3400/98)

Ein Widerspruch an das Finanzamt per Fax ist zulässig. Allerdings sollte das Seneprotokoll aufbewahrt werden, um im Streitfall zu belegn, daß die Vier-Wochen-Frist eingehalten wurde. Bundesverfassungsgericht (AZ: 1 BvR 989/85)

Ein Arbeitsvertrag zwischen Ehegatten ist steuerlich anzuerkennen, selbst wenn der Lohn nur 1,50 Euro/Std. beträgt. FG München (AZ: 13 K 838/98).

Kosten für einen Gärtner können von Eigentümern eines Hauses bis zu einer Höhe von 600 Euro abgesetzt werden, wenn sie zu alt sind, um ihren Garten zu pflegen. Voraussetzung: Einer der Eheleute muss mind. 60 Jahre alt sein. FG Niedersachsen (AZ: 10 K 14/00).

Gibt man in einer Steuererklärung keine Bankverbindung an, muss man die Kosten für die Barauszahlung slebst tragen. FG Rheinland-Pfalz (AZ: 3 K 2174/99).

Entscheidet ein Amtsarzt, dass eine Ayurveda-Kur medizinisch notwendig ist, so können die Kosten der Kur als außergewöhnliche Belastung bei der Steuer abgesetzt werden. BGH (AZ: III R 22/00).

Ist ein PC im heimischen Büro mit Soundkarte und Lautsprechern ausgestattest, bedeutet dies nicht automatisch, dass er privat genutzt wird. FG Rheinland-Pfalz (Az.: 2 K 1759/97).

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