Scherzensgeld für hässliche Narbe: Bei einer Patientin blieb nach der Blinddarm-OP eine hässliche Narbe zurück - sie war auf eine andere Operationsmethode nicht aufgeklärt worden. Daher sprach der Richter ihr 1500 Euro zu. AG Geilenkirchen (Az: 2 C 136/98).

Diagnoseirrtümer sind nicht immer gelich Behandlungsfehler. Vorliegend wurde aber ein Pathologe, der bei einer Gewebeuntersuchung irrtümlicherweise Prostatakrebs diagnostiziert hatte zur Zahlung von 50.000 Euro verurteilt. Dem Kläger war aufgrund der falschen Diagnose die Prostata entfernt worden; seitdem litt er unter Inkontinenz, Erketions- und Ejakulationsschwierigkeiten. Der Pathologo, so die Richter, hätte eine Kontrolluntersuchung durchführen müssen, da es bei Prostata häufig zu Fehldiagnosen käme. OLG Celle (Az: 1 U 64/00).

Ärtze haften, wenn nach einem Eingriff beim Patienten andere Gesundheitsschäden auftreten, als jene, über deren Risiko vor der Behandlung aufgeklärt worden ist. BGH (AZ: VI ZR 353/99).

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