Prinzipiell gelten folgende Kündigungsfristen:


Zu beachten ist, dass die Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses gem. § 568 BGB immer der Schriftform bedarf. Hierbei unterliegt die Kündigung des Vermieters einem Begründungszwang. Die Wirksamkeit einer ordentlichen Kündigung des Wohnraumvermieters setzt grundsätzlich ein berechtigtes Interesse voraus. Ein berechtigtes Interesse liegt vor, bei nicht unerheblichen schuldhaften Verletzungen der vertraglichen Verpflichtungen durch den Mieter (siehe Urteile unten), bei Eigenbedarf des Vermieters und bei Hinderung an der angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks.

Der Mieter kann gem. § 575 BGB der Kündigung eines Mietverhältnisses über Wohnraum widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die vertragsgemäße Beendigung des Mietverhältnisses für ihn oder seine Familie eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist.

Der Vermieter ist berechtigt bei Vorliegen bestimmter wichtiger Gründe gemäß § 543 BGB das Mietverhältnis fristlos zu kündigen. Die Möglichkeit zur fristlosen Kündigung für den Vermieter ergibt sich z.B. bei vertragswidrigem Gebrauch der Mietsache, schuldhafter Pflichtverletzung des Mieters sowie Zahlungsverzug. Hierbei kann der Vermieter bei Zahlungsverzug ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, wenn der Mieter für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung des Mietzinses oder eines nicht unerheblichen Teils des Mietzinses im Verzug ist oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung des Mietzinses in Höhe eines Betrages in Verzug gekommen ist, der den Mietzins für zwei Monate erreicht.

Urteile zum Thema Kündigung:

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