KINDERLÄRM MUSS MAN HINNEHMEN ...

... so die ständige Rechtsprechung ! Kinderlärm und lautes Lachen oder Toben gehöhren zu den normalen Lebensumständen - und mit diesen haben sich auch ruhebedürftige Nachbarn abzufinden - OLG Düsseldorf (AZ: 9 U / 51/95 - 3/96). Selbst wenn er von der Mehrheit der Mieter als störend empfunden wird, kann keine fristlose Kündigung ausgesprochen werden - LG Bad Kreuznach (Az: 1 S 21/01). Dabei ist zu beachten, je jünger die Kinder, desto mehr Geduld wird den Nachbarn abverlangt. Dies bedeutet, Babys dürfen nachts schreien, Kleinkinder mal die Türen schlagen und in der Pubertät sind auch gelegentliche laute Streitereien zwischen Jugendlichen und ihren Eltern hinzunehmen. AG Wiesbaden (AZ: 98 C 458/94-37-12/95). Nur bei mutwilligem Lärm haben Nachbarn echte Chancen vor dem Gericht !

Sonstiges:

Aufsichtspflicht liegt allein bei den Eltern, d. h. verunglückt das Kind in einem Nachbargarten, können die Eltern den Eigentümer des anderen Grundstücks nicht haftbar machen. Sie müssen selbst aufpassen. BGH (AZ: VI ZR 162/93-9/94).

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