Nicht eheliche Kinder haben einen Anspruch darauf, den vollständigen Vor- und Familiennamen sowie den letzten bekannten Wohnsitz des Elternteils genannt zu bekommen. Verweigert der andere Elternteil die Auskunft, notfalls auch die, mit wem sie zwischen dem 181. und 302. Tag vor der Geburt Geschlechtsverkehr hatte, kann ein Zwangsgeld festgesetzt werden. OLG Hamm (AZ: 14 W 129/99).
Eine Weigerung der Nennung ist nur in Ausnahmefällen gestattet, die Gründe müssen aber dargelegt werden. Wenn der "unbekannte" Elternteil durch die Nennunggroße Nachteile zu befürchten hat, wäre die Nichtauskunft rechtens. BVerfG (AZ: 1 BvR 409/90-5/97).
Ein volljähriges Kind auch bei Hinweisen, dass sie in Wirklichkeit einen anderen leiblichen Vater hat, seine eheliche Herkunft anfechten und die Mutter zur Auskunft zwingen, aber auch hier gilt, dass durch die Klage die Ehe nicht in Gefhr kommt. OLG Düsseldorf (AZ: 3 U 62/96-10/98).

Steht bei einem Testament die Unterschrift nur am Rand, so ist das Testament ungültig, denn der Erblasser war möglicherweise nur mit einem Teil seines letzten Willens einverstanden. OLG Köln (AZ 2 Wx 37/99-7/00). Ein Privattestament ist auch nur dann gültig, wenn es komplett handschriftlich geschrieben und unterschrieben wurde. OLG Hamm (AZ: 15 W 13/00).

Studierende die ihre Regelstudienzeit überziehen, z.B. 14 statt 12 Semester, können von ihren Eltern keinen Unterhalt mehr verlangen. OLG Kön (AZ: 4 UF 7/98)

Die Eltern eines studierenden Kindes haben solange Anspruch auf Kindergeld, bis die Examensergebnisse bekannt sind. FG Niedersachsen (AZ: 9 K 685/97 KI).

Verstirbt ein Arbeitnehmer vor dem Ausscheiden aus seinem Betrieb, so geht eine eventuelle vereinbarte Abfindung nicht auf die Erben über, denn die Abfindung wird erst mit dem tatsächlichen Ausscheiden und nicht zum Zeitpunkt des Aufhebungsvertrages fällig. BAG (AZ: 9 AZR 277/99-05/00)

Volljährige, leibliche Kinder müssen auch bei gestörten Familienverhältnissen für die Bestattungskosten ihrer Eltern aufkommen, denn es besteht für den Staat kein Veranlassung, diese Kosten der Allgemeinheit aufzulegen. VerWGe Karlsruhe (AZ: 11 K 2827/00).

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